
Bruno Jelovic Biografie
Wie ein Mann alles aufgab, um 1.200 Hunde in Bosnien zu retten
by Edward Elmer
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About this book
1989 wurde in Travnik, Bosnien, ein Junge geboren. Noch bevor er richtig laufen konnte, brach der Krieg aus. Seine Familie packte, was sie tragen konnte, und floh in die Schweiz. Sie fingen bei null an. Keine Sprache, kein Geld, keine Kontakte. Nur das Überleben.
Bruno Jelovic wuchs zwischen zwei Welten auf: dem sicheren Leben in der Schweiz und den bosnischen Wurzeln, die er zwar spürte, aber kaum wahrnahm. Im Fitnessstudio fand er Disziplin und machte Karriere als Fitnessmodel und Bodybuilder. Gutes Geld. Gute Fotos. Eine wachsende Fangemeinde. Von außen betrachtet wirkte es wie eine Erfolgsgeschichte. Innerlich fühlte es sich leer an. Dann trat eine kleine Französische Bulldogge namens Mia in sein Leben und veränderte alles.
Durch Mia lernte Bruno, was ein Hund wirklich braucht: Liebe, Geborgenheit, Fürsorge und Aufmerksamkeit. Und als er das begriffen hatte, konnte er nicht länger ignorieren, was er bei einem Besuch in seiner Heimatstadt in Bosnien sah: Verhungernde Hunde, die im Müll wühlten. Hunde, die getreten, gesteinigt, angezündet und in illegalen Hundekämpfen eingesetzt wurden. Allein in Travnik gab es über hundert streunende Hunde. Ein städtisches Tierheim, das für 300 Hunde gebaut worden war, beherbergte 1.200 Tiere unter Bedingungen, die ihn sein Leben lang verfolgen sollten.
Er hatte keinen Plan. Er wartete nicht auf den richtigen Moment. Er fing einfach an. Ohne Geld, ohne Sponsoren, ohne Vorbereitung. Er begann, Hunde auf der Straße mit seinem eigenen Geld zu füttern und alles auf Instagram zu posten. Eine Gemeinschaft entstand um ihn herum. Spenden trafen ein. Und was mit einem Mann und Säcken Hundefutter begann, wurde zu „Save the Dogs BiH“, einer Tierschutzorganisation, die sich heute um über 1.200 Hunde auf offenen Weideflächen in der bosnischen Landschaft kümmert.
Dies ist die Geschichte, wie ein Kriegsflüchtling zum „Pate der Hunde“ wurde. Wie er die Fitnessbranche verließ und sein komfortables Leben in der Schweiz aufgab, um auf einer Ranch inmitten von Tieren zu leben, die die Welt im Stich gelassen hatte. Wie er mit vergifteten Hunden, einem manipulierten Auto, Korruption in der Regierung, Internetbetrug und persönlichen Verlusten konfrontiert wurde, die ihn beinahe zerstörten. Wie er ein Buch schrieb, das es auf Platz eins der SPIEGEL-Bestsellerliste schaffte und den LovelyBooks Community Award gewann. Und wie er noch immer jede Woche weint, weil das Leid nie aufhört und die Arbeit nie getan ist.
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